Der bekannte Messaging-Dienst WhatsApp wurde von Facebook für schlappe 19 Milliarden US-Dollar gekauft. Davon werden 4 Milliarden Dollar in bar sowie 12 Milliarden in Form von 183.865.773 Facebook Aktien sofort bezahlt. Weitere 3 Milliarden Dollar werden innerhalb der nächsten Jahre ebenfalls in Form von Aktien an die rund 55 Mitarbeiter WhatsApps ausgeschüttet. Zudem wird Jan Koum, Mitbegründer von WhatsApp eine Mitgliedschaft im Facebook Aufsichtsrat bekommen. Ziel von Facebook ist es, seinen Bekanntheitsgrad unter den 450 Millionen WhatsApp Nutzern zu erweitern und eigene User zum derzeit beliebtesten Instant-Messanger beizusteuern. Mit der Verschmelzung einer der zwei größten Kommunikationsunternehmen verleibt Facebook nicht nur einen seiner ärgsten Konkurrenten ein, sondern nutzt dessen Dienst, um das Kommunizieren noch leichter zu machen.

WhatsApp gewinnt aktuell täglich ca. 1 Millionen Nutzer dazu und spielt mit über einer Milliarden verschickter Nachrichten pro Tag in der selben Liga wie der der weltweite SMS-Verkehr.  
Laut eines Blogbeitrags im eigenen Blog des WhatsApp-Gründers Jan Koum, soll WhatsApp aus Sicht des Nutzer keine großen Änderungen bekommen. Es wird, so Koum, weiterhin keine Werbung geben und auch die Gebühren sollen sich nicht ändern. Eine etwas fragwürdige Aussage in Bezug auf den horrenden Preis, den Facebook für ein Unternehmen zahlt, welches dennoch unabhängig bleiben soll.Kritiker befürchten, dass viele WhatsApp Nutzer aus Angst vor Datenklau nun auf Konkurrenzprodukte ausweichen könnten. Die Befürworter sehen darin jedoch kein Risiko für den Nachrichten-Dienst. Selbst wenn 10 Millionen Nutzer, den Dienst wechseln sollten, wird das in Anbetracht der 440 Millionen restlichen User den Gründern höchstens ein müdes Lächeln entlocken.Jetzt steigt die Hoffnung, dass WhatsApp nun mehr Ressourcen zur Verfügung stehen hat, um schneller auf die Anliegen seiner Kunden zu reagieren. Zudem hoffen viele schon seit Längerem auf eine „Handy-Unabhängige“ Version des Messengers, z.B. für Tablets oder gar für den Desktop.

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