Es ist ein gewaltiger Schritt von einer Mailing-Liste, die 50 Freunde beinhaltet, zu einem Unternehmen, das einen Umsatz von 14 Millionen Euro, 1.5 Millionen Abonnenten sowie 80000 Kunden vorweisen kann. Fany Péchiodat hat mit ihrem Newsletter genau das geschafft.
Der Inhalt dreht sich um das Pariser Leben, also zum Beispiel der Bericht über den Besuch einer Bar oder eines Restaurants, doch dazu später mehr.

Was macht My Little Paris so besonders?
Nur mit der Hilfe einer befreundeten Illustratorin startete Péchiodat ihr kleines Projekt. Im Gegensatz zu Anderen verzichtete sie komplett auf Marketing, wie SEO-Kriterien oder Werbung, sodass der komplette Erfolg organisch zustande kam.
Obwohl die durchschnittliche Öffnungsrate von Newslettern in Frankreich lediglich circa 10% erreicht, kommt My Little Paris auf über 50%. Wie also erreicht die Französin so einen enormen Zulauf an Lesern?

3 Grundbausteine für den Erfolg
1.Kürze
Der Autorin selbst zufolge liegt der Erfolg in drei Faktoren begründet. Als Erstes nennt sie die Kürze des Textes. Die Mail ist meist in weniger als einer Minute gelesen. Langweilige Passagen sind so praktisch ausgeschlossen.
2.Design
Im Design sieht sie einen weiteren wichtigen Baustein. Hier stehen vor allem liebevolle Illustrationen im Mittelpunkt, die den Newsletter emotionalisieren. So wirkt er einfach authentischer als seine Konkurrenten.
3.Inhalt
Als dritten und wichtigsten Punkt nennt sie den Inhalt. Dieser ist so persönlich wie für die beste Freundin oder den Partner und enthält Highlights aus Paris, wie zum Beispiel eine kurze Geschichte, eine Empfehlung für ein Beautyprodukt oder eine Location.
Auch Werbetreibende, die natürlich Schlange stehen, werden äußerst gründlich ausgewählt. So ist für die Gründerin unter anderem eine extrem hohe Themenrelevanz und Identifikation mit der Zielgruppe wichtig.
Die enorme Macht dieser Auswahlentscheidung wird bewusst, wenn man hört, wie zum Beispiel über 500 Termine für eine kosmetische Behandlung realisiert werden konnten, nachdem diese im Newsletter erwähnt wurde.

Neue Geschäftsidee
Von der positiven Resonanz des Projekts getrieben hat Péchiodat eine zweite ergänzende Geschäftsidee entwickelt. Seit 2011 ist es für 16,90€ per Monatsabo möglich ein Magazin plus Beauty- und Fashionprodukte zu erwerben. Bisher konnten schon über 80000 Bestellungen für “My Little Box” verzeichnet werden.
Somit wurde zusätzlich zu den Anzeigen und der mobilen App eine dritte Möglichkeit geschaffen, den Content zu monetarisieren.

Aktuell
Das immense Potential des ehemals kleinen Projekts hat auch die Axel Springer-Tochter Aufeminin erkannt und sich im November 2013 mit 40 Millionen Euro 60% der Firmenanteile erworben. Langfristig wurde sogar das Ziel gesetzt, alle Anteile zu kaufen.
Für Fany Péchiodat, die mit 5000€ Startkapital angefangen hat, ist das ein riesen Erfolg. Sie ist immer noch Geschäftsführerin und leitet das 50 Mitarbeiter starke Unternehmen.

Fazit
Ohne diesen Erfolg schmälern zu wollen, muss man natürlich herausstellen, dass diese Herangehensweise eher selten bis gar nicht zu solchen Ausmaßen führt. Für gewöhnliche Projekte sind Marketing- und Werbemaßnahmen essentiell und sollten nicht vernachlässigt werden. Gemeinsamkeiten zwischen gängigen Projekten und dem der Französin sind die hohe Relevanz von Design und vor allem Webdesign.

 

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