Reiner Heckel, der Media-Saturn-Manager und zugleich der Gründer von Redcoon, beklagt sich über die bewusste Benachteiligung der Onlinehändler durch die IT-Hersteller. Dem Manager zufolge könnte der Umsatz der Waren deutlich gesteigert werden, wenn die Hersteller mehr Ware liefern würden.

Laut Heckel leiden die Onlinehändler in Deutschland über zu wenig Produktzulieferung, da die Industrie den Internethandel nicht so gern hat und dadurch die Ware in diesem Kanal bewusst knapp hält. Redcoon ist ebenfalls ein Onlineshop, der vom größten Elektronikdiscounter Media-Saturn am 30. März 2011 aufgekauft wurde. Das genannte Unternehmen beherbergt rund 485 Mitarbeiter und erzielte im vergangenen Jahr vor allem mit Unterhaltungselektronik sowie Computern einen Umsatz von 500 Millionen. Jedoch hätte der Umsatz laut Heckel deutlich höher ausfallen können, wenn die Industrie so viel Ware liefern würde, wie das Unternehmen verkaufen kann. Der Umsatz könnte sich dadurch auch um die 800 bis 900 Millionen Euro belaufen. Es herrscht also permanente Warenknappheit.

Gegenüber der „Wirtschaftswoche“ hatte der Media-Saturn-Manager Heckel erläutert, dass derzeit von Redcoon durch die Benachteiligung geprüft wird, stationäre Läden einzurichten und diese auch zu betreiben. Anfang 2011 sind sogenannte Selektivveträge im Handel eingeführt worden, jedoch werden 80 Prozent der Einkäufe des Elektronikhandels immer noch über klassische Filialen abgewickelt. Damit dieser Markt geschützt wird, bevorzugen die Händler den stationären Handel und beliefern ihn mit komplettem Sortiment. Onlinehändler werden dadurch benachteiligt, da sie nur eine limitierte Auswahl an Produkten ordern können, die dann verkauft werden.

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