Am 12. Februar hat die EU-Komission ein Konzept vorgestellt, welches die Verwaltung des Internets im globalen Rahmen reformieren soll. Gefordert wird eine strukturierte Timeline, welche die momentane Vorgehensweise bei der Vergabe von IP-Adressen und Domainnamen globalisiert. Die bisher zuständige Organisation Internet Corporation for Assigned Names and Numbers (kurz ICANN) und die Abteilung Internet Assigned Numbers Authority (kurz IANA) sitzen in den USA.

Das Ziel eines geschützten- und dennoch offenen- und unfragmentierten Internets verbindet die Komission mit der Forderung, eine Lösung für Wiedersprüche zwischen den europäischen Rechtsordnungen und Rechtsvorschriften zu finden. Eine internationale Überwachungszentrale mit dem Namen Global Internet Policy Observatory (kurz GIPO) soll als Online-Plattform zudem für mehr Transparenz in der Politik des Internets sorgen.

Neelie Kroes, die Vizepräsidentin der Komission, gab eine Erklärung ab, in der sie betonte, wie entscheidend die kommenden zwei Jahre für die Neuordnung der weltweiten Internet-Governance seien. Sie appelliert außerdem an Europa, dazu beizutragen, einen glaubwürdigen Weg zu einer globalen Internet-Governance zu finden. Europa müsse eine wichtige Rolle in der Entscheidung um das Bestimmen des Aussehens eines künftigen Internets spielen.

Ein weiterer Aspekt, den die EU-Komission mit ihren Forderungen anspricht, ist die Rückgewinnung verlorenen Vertrauens in das durch Überwachungsmaßnahmen britischer und insbesondere amerikanischer Geheimdienste kritisierte Internet.
Durch das vorgeschlagene Konzept wurde der Grundstein für eine einheitliche europäische Position in weltweiten Verhandlungen, wie zum Beispiel dem im April stattfindende Netmundial Tagung in São Paulo, dem Internet-Governance-Forum im September und dem ICANN-Treffen.
Das europäische Parlament will mit dem europäischen Rat gemeinsam das weitere Verhandlungskonzept ausarbeiten.

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