Der Mitbegründer der Social-News-Seite Reddit sowie dem Onlinedienst RSS, Aaron Swartz, hat sich im Alter von 26 Jahren das Leben genommen. Er schrieb nicht nur Programme, sondern war auch für die Mitbegründung von Onlinediensten verantwortlich, sondern sah das „Hacken“ auch als eine politische Aktion. Swartz nahm sich das Leben kurz vor dem Beginn eines Strafprozesses wegen Datendiebstahls. Am 11.1.2013 wurde Swartz erhängt im New Yorker Stadtteil Brooklyn aufgefunden worden, so eine Sprecherin der New Yorker Gerichtsmedizin.

Eigentlich schon aus dem Schneider

Aaron Swartz war zudem als Aktivist für den freien Zugang zu Inhalten im Web aktiv. In ein paar Wochen sollte eigentlich der Prozess gegen Swartz aufgerollt werden. Ihm wurde nämlich der Diebstahl von etlichen Millionen wissenschaftlicher sowie literarischer Artikel vorgeworfen, die vom JSTOR-Dienst stammen und nur zahlenden Abonnenten Zutritt gewährt. Die Daten hatte der 26-jährige damals anhand eines Computers heruntergeladen, der sich versteckt im Massachusetts Institute of Technology (MIT) befand. Im Falle einer Verurteilung, hätte Swartz eine langjährige Haftstrafe absitzen und eine Geldstrafe in Höhe von einer Million Dollar bezahlen müssen. Nachdem er im Jahr 2011 in Boston verhaftet wurde, erklärte seine Anti-Zensur-Gruppe namens Demand Progress, dass die Anklage keinen Sinn macht. Man hätte nämlich auch jemanden verurteilen können, der „angeblich zu viele Bücher aus der Bibliothek ausgeliehen hat“. Der Gruppe zufolge, ging es Swartz dabei nicht um das Geld, wodurch der Anbieter JSTOR und das MIT von einer Klage abgesehen hatten. Nur die zuständige Staatsanwältin namens Carmen Ortiz bestand auf eine Anklage, da Diebstahl nun einmal Diebstahl bleibe. Der Staatsanwältin sei es in diesem Fall egal, ob die Straftat nun mit einem Computer oder mit einem Brecheisen stattfand. Man könne keinen Unterschied zwischen Dokumenten, Daten oder Geldscheinen machen, so die Staatsanwältin.

Die Familie von Swartz machte die Staatsanwaltschaft und das MIT mitverantwortlich für den Selbstmord von Aaron Swartz. „Aarons Tod ist nicht nur eine persönliche Tragödie. Es ist das Ergebnis eines kriminellen Justizsystems“, so die Familie.

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