Als Google im Mai diesen Jahres das Panda Update 4.0 veröffentlichte, war das mit einigem Getöse verbunden. Der Proteststurm war nicht zu überhören. Im Gegensatz dazu hat Google vor ein paar Tagen eine Funktion gelauncht, die man fast nicht bemerkt hätte, wäre man nicht selbst darauf gestoßen. Die Rede ist von der Website-internen Suche von Onlineshops und Marken, die jetzt schon im Interface der Google-Suche zu finden ist.

Worum geht es?
Die Option per se ist nichts Neues, so konnte man bisher bereits mit der sogenannten „site:“-Suche zum gleichen Ergebnis kommen, jedoch musste der Nutzer manuell in den Suchschlitz eingeben. Das wird ihm ab jetzt erspart bleiben.
Das sieht auf den ersten Blick recht nützlich aus, doch für die Seitenbetreiber ergeben sich gravierende Nachteile. Wird die Funktion genutzt, gelangt man auf einer Art Landing-Page. Diese Seite enthält aber neben den organischen Suchergebnissen der ausgewählten Website auch noch zusätzlich zahlreiche Adwords.

 


Was bedeutet das?
Das heißt, der User bekommt neben den Ergebnissen auf der ausgewählten Website noch Angebote der Konkurrenz (Hier am Beispiel “billiger.de”). Für die Seitenbetreiber ist das, wie Werbung eines Konkurrenten auf der eigenen Homepage zu schalten. Dadurch, dass sie in ihrem eigenen Revier bedroht werden, wird es wohl in nächster Zeit noch den ein oder anderen Protest geben.

Was sind die Folgen?
Zum einen verliert die eigentliche Seiten-interne Suche an Wert. Doch was noch viel schlimmer wirkt: Indem Besucher eines Onlineshops etc. durch diese neue Funktion noch auf andere Seiten umschwenken, verliert der Shop an Traffic bzw. Besuchern, was unweigerlich zu Umsatzeinbußen führt.
Google hingegen unterstreicht so noch einmal die zunehmende Bedeutung von Adwords und kann sich über kommende Mehreinnahmen freuen.

Im November 2013 hat Google schon einen ähnlichen Versuch unternommen. Damals jedoch nur bei unorganischen Adwords-Anzeigen. Es bleibt abzuwarten, wie es sich diesmal entwickelt.

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