In einem Interview gab der Sicherheitschef von Facebook zu, dass das Unternehmen die Chats von Facebook-Nutzern überwacht, was zum Schutz der Allgemeinheit dient. Auf der Suche nach Sexualstraftätern ist eine Maschine dafür zuständig, bei auffälligen Chats mitzulesen.

 

Textprogramm schaltet sich bei „Auffälligkeiten“ ein

 

Auch wenn es auf den ersten Blick skandalös aussieht, handle es sich um ein automatisiertes Programm, das sich bei gewissen „Auffälligkeiten“ einschaltet. Die Textverläufe bekommen Facebook-Mitarbeiter erst zu Gesicht, wenn das Programm Alarm geschlagen hat. Mit den Auffälligkeiten sind in der Regel bestimmte Begriffe gemeint, die auf eine kriminelle Aktivität zurückführen lassen. Laut Joe Sullivan, dem Facebook Sicherheitschef, sei die Überwachungssoftware mit alten Chatprotokollen gefüttert worden, jedoch nur mit Protokollen, die eindeutig mit sexuellen Delikten in Verbindung stünden. Die Protokolle dienten dabei als Referenz.

Laut Sullivan gelte jeder Nutzer bei Facebook zunächst einmal als unschuldig, da man sehr zurückhaltend bei der Einschätzung von Sexualstraftaten sei. Der Sicherheitschef betonte, dass nicht alle Chats wahllos mitgelesen werden. Man könne jedoch einschätzen, ob sich zwei Nutzer in der Realität wirklich kennen. Sei dies nicht der Fall, werden die Gespräche intensiver überprüft. Es scheint so, als hätte Facebook dieses System unabhängig von den Behörden aktiviert.

 

Schon erste Erfolge in den USA

 

In den USA konnte Facebook bereits erste Erfolge im Kampf gegen Sexualstraftäter verzeichnen. Demnach wurde in Florida ein Erwachsener Mann verhaftet, der via Facebook mit einem 13-jährigen Kontakt aufgenommen hatte. Nachdem der Junge zu einem Treffen nach der Schule verabredet wurde, informierte das soziale Netzwerk die Polizei.

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