Adobe Edge gehört zu einem der innovativsten Programme der letzten Jahre. Die noch jüngere Software war für Designer zur Erstellen animierter Inhalte auf Internetseiten entwickelt worden. Ziel war es jedoch, den bisherigen Flash-Standard in Bezug auf diese Art der Programmierung abzulösen und sich nur auf die offenen Entwicklungssprachen HTML5, CSS3 und JavaScript zu konzentrieren. Zum einen als Kostenentlastung gedacht, wollte man auch der Inkompatibilitäten und Sicherheitsproblemen von Flash ein Ende setzen. Die Ergebnisse des Animations-Tools können sich durchaus sehen lassen.

 

Die Tage von Flash sind gezählt

 

Mit dem erstmals 2011 vorgestellten Helfer lassen sich interaktive Elemente und Animationen speziell für Internetseiten erstellen. Der bislang zwingend notwendige und mittlerweile ziemlich in die Jahre gekommene Standard von Flash weicht nun neueren modernen Web-Standards. Für die einwandfreie Darstellung werden jedoch neuere Browserversionen genötigt. Herstellerangaben zufolge werden mindestens der Internet Explorer 9, Google Chrome 12, Firefox 5 oder Safari 5.1 benötigt, was wohl so einige Upgrade-Wellen bei manchen Systemen bewirken wird. Einen weiteren großen Vorteil bietet Adobe Edge durch die Kompatibilität mit Mobilbetriebssystemen. Neben Android-Smartphones und BlackBerrys, werden auch Apple-Geräte mit iOS unterstützt. Ein weiterer Schlag gegen Flash, da dieses aus Lizenzgründen kategorisch vom Apfelkonzern abgelehnt wird.

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Bildquelle: adobe.com

Einfachheit als Schlüssel zum Erfolg

 

Zusätzlich zur Sprachen-Überlegenheit hat Adobe auch die Verwendung seines Tools äußerst benutzerfreundlich und übersichtlich gehalten. Die Software bietet zahlreiche Text- und Zeichenwerkzeuge und lässt zudem Grafiken fast aller gängigen Formate leicht importieren. Somit lassen sich PNG, GIF oder JPG-Animationen mit dem Timeline-Editor einbinden und beliebig bearbeiten. Ob die Größe, Form, Position oder Farbe gibt es keine Tabus bezüglich der Modifikationsmöglichkeiten. Auch neben das Einfügen bestehender HTML-Dateien, das Edge nichts einzuwenden.

Die sechste Version vor der Vollendung

 

Adobe hat vor kurzem die sechste Vorschauversion des Animationswerkzeugs Edge publiziert. Zudem sind die 6 integrierten Tutorials, nun endlich auch in deutscher Sprache verfügbar. Neben leichten Verbesserungen der auf Webkit basierenden Arbeitsbühne wurde das Tool um ein umfassendes Code-Panel erweitert. Dieses verschafft eine übersichtliche Ansicht über die offenen Actions-Codes. Zusätzlich lassen sich Inhalte nun auch in DPS und iBook Formaten ausgegeben ausliefern. Die Preview 6 ist weiterhin kostenlos aus der Adobe-Website herunterzuladen. Ob weitere Vorschauversionen oder eine, sehr wahrscheinlich, kostenpflichtige Vollversion als nächstes erscheinen wird, bleibt lediglich abzuwarten.

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Bildquelle: adobe.com

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